Was ist genug?

Eines der größten Probleme ist, dass man immer meint, man hätte noch genug Zeit. - www.doppelpunkt-praxis.de

Was ist eigentlich genug?
Manchmal ist uns das klar, wann es genug ist. Dann hören wir auf zu essen oder gehen ins Bett. Es gibt aber auch diese Momente und Themen, wo das nicht so klar ist – und selbst beim Essen und Schlafen ist es ja nicht wirklich eindeutig.

Was genug ist, kann ich ja meistens erst kurz vor Schluss oder direkt am Ende feststellen. So gesehen kann ich „genug“ nicht im Voraus bestimmen. Beim Essen habe ich vielleicht eine Ahnung, wieviel ich brauche, bis ich satt bin. Bei der Zeit ist das deutlich schwieriger. Manche Menschen habe große Mühe, abzuschätzen, wie lange sie für etwas brauchen. In dieser Gruppe gibt es zwei Untergruppen. Die einen planen entsprechend großzügig, um nur ja mit der Zeit hinzukommen und sind meistens früher fertig, als es verlangt oder gewünscht wäre. Die andere Untergruppe neigt dazu, sich hier wiederholt zu verschätzen und wird dann jeweils nicht rechtzeitig fertig.

Zeit wirkt in unserem Leben ja sehr unterschiedlich. Je jünger wir sind, desto mehr Zeit meinen wir zu haben – und statistisch gesehen ist das für die Lebenszeit ja auch richtig. Aber eben nur statistisch gesehen. Vor einigen Jahren musste ich durch eine Erkrankung die Erfahrung machen, dass es ganz plötzlich hätte vorbei sein können. War es nicht, darüber bin ich sehr froh und dankbar. Aber es wurde mir deutlich, wie schnell es eben sein kann, dass die Zeit, die mir zur Verfügung steht, vorbei ist.

Wie möchte ich am Ende meines Lebens auf die Zeit, die ich hatte, zurück schauen?

Ich finde, dass es sich lohnt, diese Frage für sich zu beantworten. Das macht es einfacher, jetzt zu leben, denn das gibt mir eine Richtung vor, wie ich im Leben unterwegs sein möchte. Ich möchte die mir geschenkte Lebenszeit nutzen. Je älter ich werde, desto deutlicher wird mir, dass mir die Zeit hier geschenkt ist. Drum will ich sie nutzen, sinnvoll füllen, wertvoll machen durch meine Gestaltung. Mit anderen Worten, ich will meine Lebenszeit bewusst nutzen, will achtsam umgehen mit diesem Gut, das mir anvertraut wurde. Ich weiß ja nicht, wie viel ich noch habe.

Autor: Ulrike Dauenhauer – Praxis Doppelpunkt

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